Integrale Ausbildung Physical Theatre

Berufsbegleitende Theaterausbildung und Weiterbildung in Köln & Berlin

Dieser Kurs ist keine klassische Theaterausbildung. Er führt in einen Raum, in dem entstehen kann, was vielen im Theater fehlt: eine Praxis, die in Kontakt bringt – mit sich selbst, mit dem Raum, mit dem Gegenüber.

Sie setzt nicht bei Konzepten an, sondern im Körper. Von dort aus arbeiten wir mit konkreten Werkzeugen und Trainingsformen, die künstlerische Arbeit zugänglich und gestaltbar machen.


Die Ausbildung basiert auf der transdisziplinären Methode von Samuel Núñez, entwickelt aus mehr als 30 Jahren künstlerischer Forschung im Bereich Physical Theatre, Performance und Schauspielarbeit. Sie verbindet strukturiertes Training mit einem intensiven künstlerischen Prozess, in dem eigenes Material entsteht und weiterentwickelt wird.


Sie richtet sich an Menschen, die präzise Techniken erlernen und im eigenen Arbeiten erfahren wollen, wie Theater entsteht und lebendig wird: in Kontakt, im Moment – vom ersten Impuls bis zur fertigen Performance.


Aus dieser Arbeit heraus können sich konkrete Wege entwickeln in die eigene kreative Praxis ebenso wie in professionelle Theaterkontexte, pädagogisch wie künstlerisch.

Der Kurs ist modular aufgebaut und findet berufsbegleitend mit Wochenendworkshops in Köln oder Berlin statt. Ein Einstieg ist mehrmals im Jahr möglich. Die Teilnahme kann über zwei Jahre erfolgen oder in einzelnen Abschnitten.

Körperarbeit  in der Ausbildung Physical Theatre in Berlin

Bewegung

Emotionsarbeit bei der Aus- & Weiterbildung Physical Theatre in Köln

Kommunikation

Die Module der Ausbildung

  • Transdisziplinäres Physical Theatre

    Wie entsteht Präsenz auf der Bühne? Und was geschieht, wenn der Körper selbst zum Ausgangspunkt von Theater wird?

    In diesem Modul erforschen wir die Grundlagen des transdisziplinären Physical Theatre – inspiriert von den Arbeitsweisen von Jerzy Grotowski und Peter Brook. 


    Im Mittelpunkt steht nicht die Form, sondern die Frage, wie Ausdruck im Körper entsteht: im Raum, im Kontakt, im Moment der Wahrnehmung. Bewegung, verkörperte Aufmerksamkeit und spielerische Praxis bilden die Grundlage der Arbeit. Ausdruck entsteht im Tun – und formt sich aus dem körperlichen Prozess heraus.


    Das Modul umfasst unter anderem:

    • Physisches Training: mit Bewegungsqualitäten, Impulsen und Ausdruckskraft arbeiten
    • Der „leere Raum“: Präsenz in der Beziehung von Körper, Raum und Zuschauer erleben
    • Psychophysisches Training: Zugang zu innerem Impuls und organischem Ausdruck
    • Spiel und Improvisation: Spontaneität und lebendige Bühnenenergie entstehen lassen
    • Nonverbale Kommunikation: Ausdruck im körperlichen Austausch
  • Arbeiten mit echten Emotionen (2 Module)

    In diesen Modulen steht die Arbeit mit Emotionen im Zentrum – nicht als Darstellung, sondern als körperlich erfahrbare Praxis.

    Du untersuchst, wie Emotionen im Moment entstehen, sich im Körper ausdrücken und über nonverbale Kommunikation wirksam werden.

    Dabei entwickelst du die Fähigkeit, sie differenziert wahrzunehmen und bewusst zu gestalten.


    Samuel widmet sich dieser Forschung seit über 30 Jahren und hat eigene Techniken entwickelt, um echte Emotionen als präzises Werkzeug im künstlerischen Arbeiten nutzbar zu machen.


    Das Modul umfasst unter anderem:

    • Physiologie der Emotionen: Zusammenspiel von Körper, Nervensystem, Hormonen und Wahrnehmung
    • Basis- und komplexe Emotionen: erkennen, unterscheiden und gezielt einsetzen
    • Schauspieltechnik nach Konstantin Stanislavski: innerer Impuls, emotionale Authentizität und körperliche Präsenz
    • Emotionale Zustände im Theater nach Antonin Artaud: emotionale Induktion
    • Zeitgenössische Techniken und Werkzeuge: Spiegeltechnik, Body Telling, Gegensätze, Emotional Grounding, Arbeit im Flow
    • Dramaturgisches Arbeiten mit Emotionen: Szenen gestalten und emotionale Wirkung steuern
    • Feinheit im Ausdruck: Mikroausdrücke, Minimalismus und Arbeit mit Stille, Leere und emotionaler Neutralität
    • Regulation und Ausstieg: emotionale Zustände bewusst beenden und in Balance zurückfinden

  • The Poetry of Silence - Stille als kreative Kraft

    Was geschieht, wenn Stille zum kreativen Instrument wird? In diesem Modul erkunden wir die subtilen Dimensionen von Präsenz, Energie und verkörperter Wahrnehmung.


    Stille wird dabei nicht als Abwesenheit verstanden, sondern als aktiver Raum, in dem Bewegung, Handlung und authentischer Ausdruck entstehen können. So wird sie zu einem wirksamen Zugang zur eigenen kreativen Quelle.


    Das Modul umfasst unter anderem:

    • Energiearbeit und Wahrnehmung subtiler Zustände: Aufmerksamkeit, Präsenz und energetische Qualitäten wahrnehmen und einsetzen
    • Stille und Bewegung: Meditation in Bewegung und Flow-Zustände erleben
    • Arbeit im „leeren Raum“ nach Peter Brook: Präsenz und Wahrnehmung im Zusammenspiel von Körper, Raum und Aufmerksamkeit
    • Stille und Leere: unterschiedliche Qualitäten von Präsenz erleben
    • Das kreative Instrument: Das ganze eigene Wesen als Grundlage künstlersichen Schaffens erfahren
    • Kommunikation und Komposition im Raum: Beziehungen zwischen Performenr, Raum und Handlung aus dem Moment heraus entstehen lassen
  • The Poetry of Movement

    In diesem Modul erforschen wir Bewegung als poetische und kompositorische Kraft. Inneres Erleben, Vorstellungskraft und körperlicher Ausdruck verbinden sich zu einer vielschichtigen Form von Kommunikation. So entsteht eine eigene Sprache.


    Das Modul umfasst unter anderem:

    • Impulse, Qualitäten, Gewicht und Kontrapositionen: Dynamik, innere Antriebe und körperliche Spannung im Tun erfahren
    • Bewegung als Zeichen und Symbol: wie Bewegung Bedeutung trägt und lesbar wird
    • Butoh: Mit Durchlässigkeit, Gegensätzen und inneren Bildern arbeiten
    • Noh-Theater: Geschichte und körperliche Praxis verbinden
    • Kontinuierliche Bewegung und Flow: Übergänge wahrnehmen und in Bewegung bleiben
    • Übersetzung in Bewegung: Texte, Ideen und Emotionen in körperliche Form bringen
    • Dramaturgie und Komposition: Bewegung in Raum und Zeit strukturieren
    • Interconnectivity: individuelle und kollektive Resonanz im gemeinsamen Bewegungsraum
    • Physische Handlungen nach Jerzy Grotowski: konkrete Aktionen als Ausgangspunkt von Präsenz
  • Objekttheater

    In diesem Modul arbeitest du mit Objekten als eigenständigen Ausdrucksträgern. Du erlebst, wie sich Bedeutung verändert, wenn ein Gegenstand nicht benutzt wird, sondern ins Spiel kommt. Wie Beziehung entsteht – zwischen dir, dem Objekt und dem Raum.


    Das Modul umfasst unter anderem:

    • Spiel mit Objekten: Improvisation und Bewegung mit Dingen im Raum
    • Das Objekt als Wesen: Präsenz, Gewicht und Eigenlogik von Objekten  im Spiel erfahren
    • Verwandlung: wie Alltägliches zur Figur wird und Bedeutung annimmt
    • Dramaturgie mit Objekten: Szenen aus dem Material heraus entwickeln
    • Beziehung Spieler*in–Objekt: Nähe, Distanz und Dialog im Spiel
    • Emotion im Objektspiel: Gefühle auf Gegenstände übertragen und sichtbar machen
    • Visuelle Komposition: Bildwelten im Raum entstehen lassen
  • Physical Sound

    Nonverbale Kommunikation über Stimme, Körper und Vibration steht im Zentrum dieses Moduls. Klang wird hier als körperliches und räumliches Phänomen erfahren und künstlerisch eingesetzt.


    Das Modul umfasst unter anderem:

    • Klang, Bewegung und Vibration nach Jerzy Grotowski: Verbindung von körperlicher Aktion und Klang
    • Stimme als Ganzkörper-Instrument: Den Körper als Resonanzraum und Klangquelle nutzen
    • Physiologie von Atmung und Stimme: Zusammenhang von Atem, Körper und Klang erfahren
    • Atmung als Grundlage von Klang und Präsenz erleben
    • Resonanzräume und Stimmfarben: Klangqualität, Schwingung und Variation der Stimme erforschen
    • Klanglandschaften und Atmosphären: räumliche Stimm- und Klangzustände entstehen lassen
    • Dramaturgie von Klang, Vibration und Bewegung: Szenen ohne Worte entwickeln
  • Sacred Theatre – Ritual und performative Praxis

    In diesem Modul erkundest du Theater in seinen rituellen Dimensionen. Du begegnest Praktiken aus unterschiedlichen Kulturen und Zeiten – und arbeitest damit im eigenen Körper. Ritual wird  dabei nicht als Form verstanden, sondern als Handlung, die Wirkung erzeugt.


    Das Modul umfasst unter anderem:

    • Theateranthropologie: Körper, Ritual und Performance im kulturellen und geschichtlichen Kontext
    • Arbeit nach Eugenio Barba: Prinzipien verkörperter Theatertraditionen erforschen
    • Surrealismus und innere Bildwelten: mit Imagination und unbewussten Bildern arbeiten
    • Schamanische Praktiken: symbolische Handlung als Ausgangspunkt nutzen
    • „Teatro Pánico“ und Psychomagie nach Alejandro Jodorowsky: radikale, poetische und symbolische Interventionen entwickeln
    • Poetische Handlung: Körper, Bild und Bedeutung im Moment verdichten
    • Ritual in der darstellenden Kunst: die kreative Handlung als transformierender Akt
  • Zeitgenössisches Method Acting

    Wie entsteht eine Figur jenseits von Oberfläche und Form? Was geschieht, wenn Rollenarbeit Körper, Text und inneres Erleben gleichermaßen einbezieht?


    In diesem Modul arbeitest du mit zeitgenössischen Formen der Rollenentwicklung im Spannungsfeld von Körpertheater und psychologischer Charakterarbeit.


    Das Modul umfasst unter anderem:

    • Textarbeit: Zugänge zu Texten über Struktur, Bedeutung und Subtext entwickeln
    • Feldforschung: die Realität beobachten und in körperlich erlebbare Figuren übertragen
    • Körperzentrierte Rollenentwicklung: Figuren über Haltung, Bewegung und physische Präsenz aufbauen
    • Biografische und psychologische Arbeit: innere Motivationen und emotionale Landschaften erschließen
    • Erinnerung im Körper: mit gespeicherten Erfahrungen in der Figur arbeiten
    • Emotionale Entwicklung von Rollen: innere Zustände aufbauen und im Prozess verändern
    • Integrale Rollenarbeit im Physical Theatre: körperlichen Ausdruck, Szene und psychologische Ansätze verbinden
    • Stimme und Figur: Klang, Ausdruck und Transformation der Rolle gestalten
    • Über die Techniken hinausgehen: Die Rolle sein statt sie zu spielen
  • Body Art, Installation & Performance

    Wie wird der Körper selbst zum Bild, zum Zeichen, zum Ereignis? Und was entsteht, wenn Raum allein zur künstlerischen Aussage wird?


    In diesem Modul arbeiten wir mit Körper, Raum und Konzept als Ausgangspunkt für künstlerische Prozesse. Dabei bewegen wir uns zwischen konkreten und abstrakten Formen, zwischen Zeichenhaftigkeit und unmittelbarer Erfahrung.


    So entstehen Arbeiten, die nicht nur gezeigt, sondern erlebt werden.


    Das Modul umfasst unter anderem:

    • Konzeptarbeit: eigene künstlerische Fragestellungen und Arbeitsansätze entwickeln
    • Ästhetik und Komposition: Zusammenspiel von Körper, Raum, Bild und Handlung gestalten
    • Poetik und Semiotik: mit Zeichen, Symbolen und Bedeutungsebenen arbeiten
    • Raum als Konstruktion: Raum als aktives Element von Wahrnehmung und Gestaltung einsetzen
    • Body Art: der Körper als Material, Ausdruck und Bezugspunkt
    • Installation: räumliche Situationen und begehbare Arbeiten entwickeln
    • Die Metapher: Bilder als Träger von Bedeutung jenseits des Eindeutigen entwickeln
    • Kommunikation mit Zuschauenden: Wahrnehmung, Beziehung und Aufmerksamkeit im Raum gestalten
    • Über Form und Konzept hinausgehen: Öffnung für das Unvorhersehbare im künstlerischen Prozess
  • Performance-Praxis Intensiv (2 Module)

    Wie wird aus einem künstlerischen Konzept eine lebendige Performance? Und was braucht es, um als Performer*in eine Arbeit von der Vorbereitung bis zur Präsentation zu tragen?


    Einmal im Jahr entsteht unter der Leitung von Samuel eine Inszenierung mit der gesamten Gruppe. In einer kompakten, intensiven Arbeitsphase verdichtet sich das Gelernte zu einer konkreten Arbeit und kommt zur Aufführung.


    Das Modul umfasst unter anderem:

    • Planung und Vorbereitung: künstlerische Ideen entwickeln und zu einer spielbaren Form verdichten
    • Probenprozesse: im Raum arbeiten und Konzepte in konkrete Szenen überführen
    • Integration: körperliche, performative und konzeptuelle Werkzeuge im Zusammenspiel nutzen
    • Arbeiten in der Gruppe: Zusammenspiel im gemeinsamen künstlerischen Prozess
    • Bühnenpraxis: Präsenz stärken, performative Rollen verkörpern und vor Publikum zeigen
Körperliche Studien zu Emotion und Ausdruck in der Physical Theatre Ausbildung

Emotion

Body Art im Butoh-Stil bei der Fortbildung Physical Theatre  in Köln

Body Art

Für wen ist die Ausbildung?

  • Für alle, die ihren künstlerischen Ausdruck über den Körper entwickeln oder vertiefen möchten – unabhängig davon, ob sie am Anfang stehen oder bereits Erfahrung haben.
  • Für alle, die ihren künstlerischen Ausdruck über den Körper entwickeln oder vertiefen möchten – unabhängig davon, ob sie am Anfang stehen oder bereits Erfahrung haben.
  • Für Menschen, die ihren künstlerischen Weg eigenständig gestalten möchten und eine Praxis suchen, die sie langfristig trägt.
  • Für Künstler*innen, die ihre bestehende Praxis in einem neuen Kontext weiterentwickeln möchten.
  • Für Theaterpädagog*innen, Coaches und Therapeut*innen, die körperbasierte und künstlerische Ansätze in ihre Arbeit integrieren möchten.
  • Für Menschen, die Physical Theatre nicht nur praktizieren, sondern auch vermitteln möchten.

Stimmen aus der Ausbildung

  • "In Samuel habe ich den Lehrer gefunden, den ich immer gesucht habe und in seiner Ausbildung den Unterricht, den ich mir immer gewünscht habe. Er schafft es, einem innerhalb weniger Stunden so viel Wissen und Können zu vermitteln, wie andere in einem gesamten Semester nicht...

    Seine Art zu unterrichten ist nicht für jede*n geeignet. Wer aber gern mit Emotionen arbeitet, tief in diese einsteigen will, intensives Lernen liebt und offen für neue Erfahrungen ist, ist hier definitiv in den besten Händen.

    Ich habe den Unterricht als einen Ort erlebt, an dem erst einmal alles sein darf. Emotionen, Ecken und Kanten müssen nicht versteckt werden. Jede*r bekommt die Chance, sich im eigenen Tempo mit den eigenen Möglichkeiten zu entwickeln.

    Am meisten profitiert habe ich persönlich von Samuels Emotionstechniken, die an herkömmlichen Schauspielschulen nicht unterrichtet werden, obwohl sie (meiner Meinung nach) wesentlich effektiver sind.

    In dieser Ausbildung werden die Dinge, die zusammengehören, nicht länger getrennt. Emotionen, Körper, Bewegung und Stimme – das alles ist ein Orchester, das nur gemeinsam eine Symphonie erzeugen kann."


    Léon, Absolvent der Aus- & Weiterbildung Physical Theatre

  • "Endlich spiele ich nicht mehr die Rollen, sondern ich fühle sie und verkörpere sie. Nach dieser Direktheit, dieser Tiefe, dieser Unmittelbarkeit habe ich für meine Theaterarbeit immer gesucht...

    Samuel Núñez versteht es wie kein anderer, diese Ursprünglichkeit und Authentizität aus den Teilnehmenden herauszuholen. Mal aufwühlend, mal sanft, aber nie überfordernd und immer empathisch. 

    Trotz Seiteneinstiegs habe ich mich in der Gruppe sofort wohl gefühlt und werde Stück für Stück mit den Inhalten der von mir verpassten Module vertraut gemacht, sofern sie für mein Tun gerade wichtig sind. Der Sprung in diese Fortbildung war das beste, was ich mich seit langem getraut habe."


    Tanja, Aus- & Weiterbildung Physical Theatre

Dozent*innen

Samuel Núñez ist künstlerischer Leiter und Hauptdozent der Aus- & Weiterbildung. Er ist Theaterregisseur, Filmemacher, Coach und Dozent mit den Schwerpunkten emotionaler Ausdruck, Physical Theatre, Schauspielregie und transdisziplinäre Praxis. Seit mehr als 30 Jahren erforscht und entwickelt er Methoden für künstlerische Ausbildung und Inszenierung.


Nach seinem Studium im Fach Theater in Santiago de Chile unterrichtet er seit 2003 in Deutschland und Spanien, leitet Workshops und Kurse für Anfänger*innen wie Profis und arbeitet mit Einzelpersonen, Gruppen und Ensembles.

2007 gründete er das Tatwerk Berlin als Forschungs- und Ausbildungszentrum für transdisziplinäre darstellende Kunst und leitete es bis 2013. Dort entwickelte er unter anderem die Ausbildung in Integralem Theater.

Er ist Dozent an Bildungsinstitutionen wie der Escola Universitària de les Arts (ERAM) der Universität Girona und der Filmschule ECIB in Barcelona. In seiner Lehr- und Praxisarbeit liegt der Fokus auf der Verkörperung von Emotionen sowie der Entwicklung individueller Ausdrucksformen im künstlerischen Prozess.

Mehr zu seinem Werdegang und seiner Methodik findet sich in seiner ausführlichen Biografie.

Marc Carrera unterrichtet bei einigen Modulen der Berliner Ausbildungsgruppe. Er studierte Philosophie an der Universität Barcelona und schloss 2017 einen Master in Performance Studies an der Universität Hamburg ab. Parallel entwickelte er eine intensive Praxis in physischem Theater, zeitgenössischem Tanz und Butoh. Im Rahmen seiner künstlerischen Weiterentwicklung absolvierte er die Künstlerresidenz Limited Edition am K3 Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg, die mit dem Stück O a O zum Thema Wiederholung abschloss. 2021 erwarb er ein Zertifikat in Tanzpädagogik und Choreografie („Creating Dance in Art and Education“) an der TanzTangente/UdK Berlin unter der Leitung von Nadja Raszewski. 


Marc hat eigene Stücke geschaffen, zahlreiche Workshops und Kurse geleitet und dabei künstlerische sowie pädagogische Projekte im Bereich Theater, Tanz und Performance initiiert. 2013 wurde er für sein Tanztheaterstück Tanz Europe Express mit dem Jury-Preis beim 100. Festival Berlin Sophiensæle ausgezeichnet. Seine Arbeit verbindet körperliche Präsenz, Konzept und Choreografie und legt besonderen Wert auf die politischen und diskusiven Potenziale des performativen Körpers.

Rosalin Hertrich bereichtert die Ausbildung vorwiegend im Bereich Pädagogik. Sie ist Performerin, Theaterkünstlerin und Dozentin für Theaterpädagogik. Sie studierte Theater- und Medienwissenschaft in Erlangen/Utrecht (Magister, 2009) und Theaterpädagogik (BuT®, 2013) in Nürnberg. 2014 wurde sie in Berlin Somatic Educator (MOC).

Während ihres Studiums war sie Mitglied des deutsch-tschechischen Ensembles Cojc Land Ensemble und leitete interkulturelle Theaterprojekte für Jugendliche und Studierende. 2014 zog sie nach Berlin, um am Physical Theatre Intensive Training von Samuel Núñez und Marc Carrera teilzunehmen und diese zu unterstützen. 2017 wurde sie Mitbegründeirn der Physical Theatre Lehrgemeinschaft DAS KOLLAKTIV.


In ihren Performanceprojekten verbindet Rosalin Elemente aus Theater, Tanz, somatischer Arbeit und Butoh, um gesellschaftliche und philosophische Phänomene in choreografische und performative Bilder zu übersetzen. Sie leitete choreografisch-performative Projekte im Tatwerk Berlin und arbeitete u. a. mit dem Prager Spielraum Kollektiv sowie Robert Wilson und dem Rundfunkchor Berlin zusammen. 

Phyiscal Theatre Performance im nebenberuflichen Studium Physical Theatre

Performances in der Aus & Weiterbildung, 2024

Ritualtheater-Performance in naturnaher Umgebung in der Weiterbildung Physical Theatre

Organisatorisches

Im Folgenden findest du alle organisatorischen Informationen zur Ausbildung – von Aufbau und Ablauf bis zu Teilnahme und Kosten.

Aufbau und Ablauf

Aus- und Weiterbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren und umfasst insgesamt 12 Module, wobei jedes Modul zwei Monate dauert.


Die Ausbildungs-Workshops finden aktuell in Köln statt. Eine weitere Gruppe in Berlin startet im Herbst 2026. Details zu den jeweiligen Gruppen findest du weiter unten.


Jedes Modul setzt sich aus mehreren Elementen zusammen, die miteinander verbunden sind:

  • Zwei vorbereitende Online-Kurseinheiten à ca. 1,5 Stunden
    (Termine werden in der Gruppe abgestimmt)
  • Ein Intensiv-Workshop in Köln bzw. Berlin
    (einmal jährlich abweichend davon ein Übernachtungs-Workshop an einem anderen Ort)
  • Die Möglichkeit zu einem Einzelgespräch mit Samuel nach dem Workshop – direkt vor Ort oder online.
    Im Einzelgespräch erhältst du Feedback sowie persönliche Impulse für deinen künstlerischen Prozess.
    Bei Bedarf sind zusätzliche Gespräche möglich, z. B. zur Begleitung praktischer Aufgaben.

Teilnahme und Einstieg

Die Ausbildung ist zyklisch aufgebaut – die Modulthemen wiederholen sich im zweijährigen Rhythmus.


Ein Einstieg ist mehrmals jährlich möglich. Eine Kündigung kann zweimal im Jahr erfolgen – so können regelmäßig Plätze frei werden. Die Anmeldung für kommende Module ist in der Regel frühzeitig möglich.

Das erste Modul gilt als Probemodul. Im Anschluss kannst du in Ruhe entscheiden, ob du weiter teilnehmen möchtest.
Aktuell ist auch die Teilnahme an einzelnen Modulen möglich, sofern freie Plätze vorhanden sind.

Besondere Module

Die Module „Performance-Praxis Intensiv“ finden einmal jährlich statt. Sie haben einen erweiterten zeitlichen Umfang und schließen mit einer öffentlichen Abschluss-Performance ab. Die Vorbereitung beginnt bereits im vorhergehenden Modul.


Einmal jährlich finden außerdem Workshops mit Übernachtung statt. Diese betreffen die Module „Sacred Theatre“ und „Poetry of Silence“. Sie beginnen am Donnerstagabend nach der Anreise und enden am Sonntagmittag.

Kosten

Monatlicher Beitrag:
200 € – 260 € (12 Beiträge pro Jahr)
(Bitte beachte die Hinweise zur Sliding Scale unten.)


Sliding Scale

Uns ist es wichtig, dass diese Ausbildung auch für Menschen mit geringerem Einkommen zugänglich bleibt.
Damit das langfristig möglich ist, braucht es eine Balance zwischen den Beiträgen.
– 
Oberer Bereich: für Menschen mit stabilem Einkommen und finanziellem Spielraum über die Grundbedürfnisse hinaus
– 
Mittlerer Bereich: für Menschen, die gut für ihre Grundbedürfnisse sorgen können, mit begrenztem zusätzlichen Spielraum
– 
Unterer Bereich: für Menschen, deren finanzieller Spielraum derzeit stark begrenzt ist

Wenn du unsicher bist, welcher Bereich für dich stimmig ist, melde dich gern bei uns.


Zusatzkosten

  • Performance-Module: 90 € – 130 € einmalig (zusätzlich zum Monatsbeitrag)
  • Workshops mit Übernachtung (2× während der Ausbildung): 90 € – 130 € pro Workshop zusätzlich


Performance zum Thema Bewegungs-Studien - Schülerin in tänzerischer Pose

Termine und Orte

Ausbildungsgruppe Köln

Nächste Module mit Terminen der Wochenendworkshops in Köln:


  • Mai & Juni 2026: Transdisziplinäres Physical Theatre
    Workshop in Köln: 12. - 14.6.2026
  • Weitere Termine auf Anfrage


Ablauf der Wochenendworkshops in Köln (leichte Abweichungen möglich):

Freitag 10 bis 18 Uhr

Samstag 10 bis 18 Uhr

Sonntag 10 bis 14 Uhr


Workshop-Ort in Köln

Tor28 (Nähe Hauptbahnhof)

Machabäerstraße 28, 50668 Köln

Ausbildungsgruppe Berlin

Die Aus- & Weiterbildung Physical Theatre in Berlin startet im Herbst 2026:


  • Oktober & November 2026: Modul Transdisziplinäres Physical Theatre
    Workshop in Berlin: 27. - 29.11.2026
  • Weitere Termine auf Anfrage


Ablauf der Wochenendworkshops in Berlin (leichte Abweichungen möglich):

Freitag 19 bis 22 Uhr

Samstag 12 bis 20 Uhr

Sonntag 10 bis 18 Uhr

Vertiefende Möglichkeiten

Teacher Training

Für Menschen, die selbst Physical Theatre nach Samuels Methode unterrichten möchten, gibt es ein zusätzliches pädagogisches Modul sowie weitere Angebote (z.B. Hospitation, Coaching und Supervision). Bitte schreib uns, wenn du mehr darüber wissen möchtest.


Coaching und Begleitung künstlerischer Projekte

Alle Teilnehmer*innen haben während und nach der Ausbildung die Möglichkeit, individuelles Coaching und Projektbegleitung mit Samuel zu vergünstigten Konditionen in Anspruch zu nehmen. Genaueres hierzu gerne auf Anfrage.

Kontakt

In Samuels Biografie finden sich weitere Infos zu seiner Arbeitsweise und Methodik. Es ist auch möglich, Fragen zur Ausbildung telefonisch mit ihm zu besprechen. Außerdem könnt ihr in den Testimonials  mehr über die Erfahrungen von Schüler*innen der Ausbildung und anderer Kurse lesen.


Wenn du Fragen hast oder dich für die Ausbildung anmelden möchtest, schreib uns gerne: info@samuelnunez.de

Szenen-Studium in der Ausbildung Physical Theatre - Arbeit mi Masken