Respektvolles und achtsames Miteinander
Unsere Vereinbarungen für die gemeinsame Arbeit
Die folgenden Vereinbarungen bilden die Grundlage für die gemeinsame Arbeit in unseren Kursen, Workshops und der Aus- & Weiterbildung. Sie sollen nicht einschränken, sondern einen Rahmen bilden, in dem Neugier, Kreativität und Begegnung wachsen können.
Unsere Arbeit lebt von Offenheit, Vertrauen und gegenseitigem Respekt. Wir möchten einen Raum schaffen, in dem Menschen sich kreativ entfalten, Neues ausprobieren und auch verletzlich sein können – ohne Angst vor Grenzüberschreitungen oder Abwertung.
Die gemeinsame künstlerische Arbeit lädt dazu ein, sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Das kann bereichernd, herausfordernd, befreiend und manchmal auch emotional intensiv sein. Nicht jedes Unbehagen bedeutet, dass jemand etwas falsch gemacht hat – zugleich nehmen wir es ernst, wenn jemand wahrnimmt, dass persönliche Grenzen überschritten wurden. In diesem Sinne laden wir alle Teilnehmenden und leitenden Personen ein, die eigenen Reaktionen zu reflektieren und, wo es sinnvoll und angemessen ist, selbst Verantwortung für einen bewussten und achtsamen Umgang damit zu übernehmen – und gleichzeitig die eigenen Grenzen und die Grenzen anderer wahrzunehmen und zu respektieren. Die Gestaltung eines respektvollen Arbeitsraums ist eine gemeinsame Verantwortung von Kursleiter*innen und Teilnehmenden.
Respekt
- Wir begegnen einander mit Respekt und Wertschätzung – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter, sexueller Orientierung, Identität, Weltanschauung oder Erfahrung.
- Persönliche Angriffe, Beleidigungen, diskriminierende oder abwertende Äußerungen sowie das bewusste Missachten der Identität oder Pronomen einer Person haben in unseren Kursen keinen Platz.
- Respekt gilt gleichermaßen im Umgang mit den Teilnehmenden und mit den Kursleiter*innen.
Grenzen und Zustimmung
- Sowohl Teilnehmende als auch Kursleiter*innen werden nur mit ihrer Zustimmung berührt – während der Übungen ebenso wie außerhalb dieser. Im Zweifel gilt: nachfragen.
- Zustimmung kann jederzeit zurückgenommen werden. Dies wird ohne Diskussion respektiert.
- Auch außerhalb körperlicher Berührung achten wir die persönlichen und emotionalen Grenzen anderer.
- Niemand ist verpflichtet, an einer Übung teilzunehmen, sie zu Ende zu führen oder mehr von sich zu zeigen, als sich im jeweiligen Moment stimmig anfühlt. Dies gilt auch für Übungen zu zweit oder in Gruppen.
- Eigene Grenzen klar zu kommunizieren und die Grenzen anderer ernst zu nehmen, ist Teil unserer gemeinsamen Verantwortung.
Konflikte und Grenzüberschreitungen
- Wenn etwas unangenehm ist oder sich nicht gut anfühlt, sprich bitte möglichst früh mit Samuel, Maren oder einer anderen Person, die den Kurs begleitet oder leitet. Wir nehmen Rückmeldungen ernst und versuchen, Konflikten und Grenzüberschreitungen achtsam und verantwortungsvoll nachzugehen.
- Auch unbeabsichtigte Grenzüberschreitungen können verletzend sein. Deshalb wünschen wir uns die Bereitschaft, Rückmeldungen offen anzunehmen und das eigene Verhalten zu reflektieren.
Nicht akzeptables Verhalten
- Sexuelle Belästigung, körperliche oder verbale Gewalt, diskriminierendes Verhalten, Einschüchterung sowie wiederholte oder schwerwiegende Grenzüberschreitungen werden nicht toleriert.
- Je nach Situation reagieren wir mit einem klärenden Gespräch oder – wenn dies erforderlich ist – mit dem Ausschluss von der Veranstaltung. In schweren Fällen kann dieser auch mit sofortiger Wirkung erfolgen.
Wenn etwas unklar ist oder du Fragen zu diesen Vereinbarungen hast, komm gerne jederzeit auf uns zu.
Unser Ziel ist ein Arbeitsraum, in dem sich alle Menschen möglichst sicher, respektiert und willkommen fühlen und mit Freude zusammen forschen, lernen und wachsen können.
