Das aktuelle Projekt trägt den Arbeitstitel „The Dark Night of Lear“.
Es handelt sich um eine freie Annäherung an Shakespeares „König Lear“, bei der weniger die narrative Reproduktion im Vordergrund steht als die innere und körperliche Dimension der Figuren: ein Durchlaufen von Zuständen, Brüchen und Übergängen.
Rollen
König Lear - Samuel Núñez
Cordelia - Alina Antonov
Regan - Cornelia Kloppe
Goneril - Tanja Frank
Weitere Funktionen
Regie - Samuel Núñez
Dramaturgie - Alina Antonov, Samuel Núñez
Bühnenbild - Cornelia Kloppe, Tanja Frank
Choreographie - Cornelia Kloppe (Butoh)
Produktion - Tanja Frank
Gesucht werden aktuell Personen für weitere Rollen und Objektheater-Elemente. Bei Interesse empfehlen wir die Teilnahme an einem Workshop der Kompanie oder einem weiteren Workshop mit Samuel zum gegenseitigen künstlerischen Kennenlernen.
Dieser Kurs ist keine klassische Theaterausbildung. Er führt in einen Raum, in dem entstehen kann, was vielen im Theater fehlt: eine Arbeit, die wirklich in Kontakt bringt – mit sich selbst, mit dem Raum, mit dem Gegenüber.
Die Praxis setzt nicht bei Konzepten an, sondern im Körper. Von dort aus greifen inneres Erleben, Vorstellungskraft und Ausdruck ineinander – nicht als Idee, sondern als etwas, das im Spiel real erfahrbar wird.
Die Ausbildung vermittelt eine körperbasierte Theaterpraxis, die präzise Werkzeuge mit einem intensiven künstlerischen Prozess verbindet. Sie richtet sich an Menschen, die nicht nur Techniken erlernen, sondern verstehen wollen, wie Theater tatsächlich entsteht: im eigenen Arbeiten, in Kontakt, im Moment – vom ersten Impuls bis zur fertigen Performance.
Aus dieser Arbeit heraus können sich konkrete Wege entwickeln
– in die eigene kreative Praxis ebenso wie in professionelle Theaterkontexte, pädagogisch wie künstlerisch.
Die Aus- und Weiterbildung ist offen für Menschen mit oder ohne Vorkenntnisse. Willkommen sind sowohl Künstlerinnen aus unterschiedlichen Bereichen – Schauspiel, Tanz, Akrobatik, Musik, Bildende Kunst – als auch Menschen ohne darstellende Erfahrung, die Neugier und Motivation mitbringen. Auch Pädagoginnen, Coaches und Therapeut*innen, die körperbasierte und künstlerische Ansätze in ihre Arbeit einbeziehen oder weitergeben möchten, finden oft den Weg in diesen Kurs.
Immer wieder zeigt sich, wie das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Wege einen lebendigen Lernprozess ermöglicht: Professionelle lassen sich neu inspirieren, Anfängerinnen wagen sich vor – und überraschen nicht selten. Gleichzeitig entsteht ein Raum, in dem jeder das, was bereits da ist, einbringen und in einem neuen Kontext weiterentwickeln kann.
Sliding Scale
Uns ist es wichtig, dass diese Ausbildung auch für Menschen mit geringerem Einkommen zugänglich bleibt.
Gleichzeitig braucht es eine Balance, damit das nachhaltig möglich ist.
– Oberer Bereich: für Menschen
mit stabilem Einkommen und finanziellem Spielraum über die eigenen Grundbedürfnisse hinaus
– Mittlerer Bereich: für Menschen, die gut für ihre Grundbedürfnisse sorgen können, aber nur begrenzte zusätzliche Mittel haben
– Unterer Bereich: für Menschen, deren finanzielle Möglichkeiten derzeit stark eingeschränkt sind
- Für alle, die ihren künstlerischen Ausdruck über den Körper entwickeln oder vertiefen möchten – unabhängig davon, ob sie am Anfang stehen oder bereits Erfahrung haben.
- Für diejenigen, die ihren künstlerischen Weg eigenständig gestalten möchten – und dafür eine Praxis suchen, die sie langfristig trägt.
- Für Theaterpädagoginnen, Coaches und Therapeutinnen, die körperbasierte und künstlerische Ansätze in ihre Arbeit integrieren möchten.
- Sowie für Menschen, die Physical Theatre unterrichten möchten.
DER PROZESS
Die Ausbildung bietet einen Raum, in dem sich verkörperte Ausdrucksfähigkeit im Zusammenspiel von Intention, Körper und Emotion entwickeln kann. Dabei entsteht ein zunehmend klarer Zugang zur eigenen kreativen Quelle.
Künstlerische Prozesse werden im praktischen Tun erfahrbar – ebenso wie eine präzise Arbeit mit den grundlegenden Werkzeugen des Physical Theatre. Die Verbindung von intensiver Praxis und strukturiertem Format ermöglicht eine kontinuierliche Entwicklung auf professionellem Niveau.
Eine Ausbildung für Menschen, die ihren künstlerischen Ausdruck über den Körper erforschen und vertiefen möchten - und zugleich ein Weg in pädagogische und professionelle Theaterarbeit. Im Zentrum steht eine Arbeitsweise, die körperliche Praxis, emotionale Tiefe und künstlerische Entwicklung verbindet.
Sie basiert auf der transdisziplinären Methode von Samuel Núñez, entwickelt in mehr als 30 Jahren künstlerischer Forschung im Bereich Physical Theatre, Performance und Schauspielarbeit.
Der Kurs ist modular aufgebaut und findet berufsbegleitend mit Wochenendworkshops in Köln oder Berlin statt.
Ein Einstieg ist mehrmals im Jahr möglich. Die Teilnahme kann über zwei Jahre erfolgen oder in einzelnen Abschnitten.
Diese Ausbildung verbindet körperbasierte künstlerische Praxis und individuelle Entwicklung und öffnet zugleich einen Zugang zur pädagogischen Arbeit. Sie richtet sich an Menschen, die Physical Theatre als künstlerischen Weg vertiefen oder von Grund auf lernen möchten – unabhängig davon, ob bereits Erfahrung vorhanden ist.
Der Kurs ist modular aufgebaut und findet berufsbegleitend mit Wochenendworkshops in Köln oder Berlin statt. Er kann kontinuierlich über zwei Jahre oder in einzelnen Abschnitten belegt werden.
Eine berufsbegleitende Ausbildung, die körperliche Praxis, emotionale Ausdrucksarbeit und künstlerische Entwicklung verbindet und zugleich einen Weg in die pädagogische und professionelle Theaterarbeit eröffnet.
Sie richtet sich an Menschen, die Physical Theatre als künstlerische Praxis vertiefen oder neu beginnen möchten – unabhängig von Vorerfahrung.
Der Schwerpunkt liegt auf der transdisziplinären Methode von Samuel Núñez, entwickelt über mehr als 30 Jahre künstlerischer Forschung im Bereich Physical Theatre, Performance und Schauspielarbeit.
Im Zentrum steht die Entwicklung einer klaren, authentischen körperlich-emotionalen Ausdrucksfähigkeit und der Zugang zur eigenen kreativen Quelle im künstlerischen Prozess. Die Ausbildung verbindet intensive Praxis mit einem strukturierten, berufsbegleitenden Format und ermöglicht so eine kontinuierliche Entwicklung auf professionellem Niveau - auch ohne Vollzeitstudium.
Die Aus- & Weiterbildung ermöglicht ein umfassendes Studium des Physical Theatre nach der transdisziplinären Methode, die Samuel Núñez in mittlerweile dreißigjähriger Forschungsarbeit entwickelt hat. Sie setzt einen klaren Fokus auf die Kernbereiche des transdisziplinär und anthropologisch ausgerichteten Physical Theatre.
Im Zentrum steht die Entwicklung einer authentischen körperlichen und emotionalen Ausdrucksfähigkeit sowie ein direkter, zunehmend klarer werdender Zugang zur eigenen kreativen Quelle. Dazu gehört auch das Verständnis künstlerischer Prozesse im praktischen Tun sowie die präzise Arbeit mit grundlegenden Werkzeugen des künstlerischen Schaffens im Kontext des Physical Theatre.
Diese Konzentration auf diese zentralen Bereiche ermöglicht es erfahrungsgemäß, sich auch mit einem geringeren Zeitaufwand als in einem Vollzeitstudium als Kunstschaffende auf professionellem Niveau zu entwickeln.
Darüber hinaus kann das eigene Profil – je nach Interesse und individueller Ausrichtung – auf ergänzende künstlerische Bereiche wie Akrobatik, Bühnenkampf, Tanzformen, Clownerie, Pantomime oder Gesang eigenständig erweitert werden. Teilnehmende mit Vorerfahrung können diese in die Ausbildung einbringen und in diesem neuen Kontext weiterentwickeln.
Transdisziplinäres Physical Theatre - Grotowski, Brook & mehr
Wie entsteht Präsenz auf der Bühne? Und was geschieht, wenn der Körper selbst zum Ausgangspunkt von Theater wird?
In diesem Modul erkunden wir die Grundlagen des transdisziplinären Physical Theatre – inspiriert von zentralen Arbeitsweisen aus dem Theater von Jerzy Grotowski und Peter Brook. Bewegung, verkörperte Wahrnehmung und kreatives Spiel öffnen dabei einen lebendigen Raum für Ausdruck, Begegnung und Performance.
Das Modul umfasst unter anderem:
- Physisches Training – Erforschung von Bewegungsqualitäten, Impulsen und körperlicher Ausdruckskraft
- Der „leere Raum“ nach Peter Brook – Theater als lebendige Begegnung von Performer, Raum und Zuschauer; Gestaltung von Präsenz in Raum und Zeit
- Psychophysisches Training und Theaterphilosophie nach Jerzy Grotowski – der Körper als Zugang zum inneren Impuls; Arbeit an Präsenz, Authentizität und „organischem“ Ausdruck
- Das Spiel als kreativer Zustand – Zugang zu Spontaneität, Präsenz und lebendiger Bühnenenergie
- Nonverbale Kommunikation – Ausdruck und Beziehung jenseits von Sprache
- Improvisation in Kontakt – physischer Dialog im Einklang von Körper, Bewegung und Aufmerksamkeit
Künstlerisches Arbeiten mit echten Emotionen (2 Module)
In diesen Modulen steht die Arbeit mit Emotionen im Zentrum – als Grundlage für eine lebendige, authentische Bühnenpraxis.
Du erforschst, wie emotionale Zustände im Moment entstehen, sich im Körper ausdrücken und über nonverbale Kommunikation sichtbar werden.
Samuel widmet sich dieser Arbeit seit über 30 Jahren und hat eigene Techniken entwickelt, um echte Emotionen als präzises und bewusst gestaltbares Werkzeug im künstlerischen Prozess nutzbar zu machen.
Die Module umfassen unter anderem:
- Physiologie der Emotionen – wie Körper, Nervensystem, Hormone und Wahrnehmung zusammenwirken, um emotionale Zustände zu erzeugen; theoretische Grundlage für die Arbeit auf der Bühne
- Basis- und komplexe Emotionen in Theorie und Praxis – erkennen, unterscheiden und gezielt einsetzen
- Klassische Schauspieltechnik nach Konstantin Stanislavski – Arbeit mit innerem Impuls, emotionaler Authentizität und körperlicher Präsenz auf der Bühne
- Neue Techniken und Werkzeuge – Spiegeltechnik, Body Telling, Gegensätze & Gegenüberstellung, Emotional Grounding; Arbeit im Flow-Zustand
- Emotionale Zustände im Theater – Ansätze von Antonin Artaud; emotionale Induktion
- Dramaturgishces Arbeiten mit Emotionen – Szenen bewusst komponieren und gestalten, um emotionale Wirkung und Ausdruckskraft gezielt zu steuern
- Feinheit im Ausdruck – Mikroausdrücke, Minimalismus; Spielen in emotionaler Neutralität; die Zustände von Stille und Leere in der Emotionsarbeit
The Poetry of Silence - Stille als kreative Kraft
Was passiert, wenn Stille selbst zum kreativen Instrument wird?
In diesem Modul tauchst du ein in die subtilen Dimensionen von Energie, Präsenz und verkörperter Wahrnehmung – und erforschst die Kraft dieser Daseinsqualitäten als Quelle schöpferischen Handelns.
Das Modul umfasst unter anderem:
- Energiearbeit und Wahrnehmung subtiler Zustände – Sensibilisierung für Energie, Aufmerksamkeit und innere Präsenz
- Bewegung und Meditation – Meditation in Bewegung und das Erforschen von Flow-Zuständen
- Stille in Bewegung – der Körper als Träger von Präsenz jenseits von Aktion und Ausdruck
- Die Stille im Herzen des Chaos – Zugang zu innerer Ruhe auch in intensiven kreativen Prozessen
- Emotionale und kreative Zustände im „leeren Raum“ – Arbeit mit Präsenz, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung im Sinne von Peter Brook
- Der Beobachter und der Künstler / die Beobachterin und die Künstlerin – Bewusstsein für den inneren Beobachter im kreativen Prozess
- Stille und Leere – unterschiedliche Qualitäten von Präsenz
- Echt sein: Spielen ohne Vorzuspielen – authentische Präsenz auf der Bühne
- Kommunikation und Komposition im Raum – Gestaltung von Beziehungen zwischen Performer, Raum und Handlung
In diesem Modul erforschst du Bewegung als poetische und kompositorische Kraft – als eigenständige Sprache, in der sich inneres Erleben, Vorstellungskraft und körperlicher Ausdruck zu einer lebendigen, vielschichtigen Form von Kommunikation verbinden.
Inhalte sind unter anderem:
- Impulse, Qualitäten, Gewicht und Kontrapositionen in der Bewegung – Erforschung von Dynamik, inneren Antrieben und körperlicher Spannung
- Bewegung als Zeichen und Symbol – wie Bewegung Bedeutung trägt und lesbar wird
- Butoh – Arbeit mit Durchlässigkeit, Gegensätzen und poetischer Ausdruckskraft im Körper
- Kontinuierliche Bewegung und Flow – Entwicklung von Präsenz, Übergängen und fließender Bewegung
- Übersetzung in Bewegung – Übertragung von Texten, Ideen und Emotionen in körperlichen Ausdruck
- Dramaturgie und Komposition der Bewegung – Gestaltung von Bewegung in Raum und Zeit und als Szenenstruktur
- Interconnectivity – individuelle und kollektive Resonanz im gemeinsamen Bewegungsraum als Ausgangspunkt von Bewegung
- Physische Handlungen (Grotowski) – konkrete körperliche Aktionen als Ausgangspunkt von Präsenz und verkörperter Wahrhaftigkeit
Entdecke die Kunst des Geschichtenerzählens durch Objekte – wo Alltägliches zur Poesie wird und neue Bedeutungsräume entstehen.
Das Modul umfasst unter anderem:
- Geschichte und Formen des Objekt-Theaters – Einblick in Traditionen und zeitgenössische Ansätze
- Spiel mit Objekten – Improvisation und choreografische Arbeit mit Dingen im Raum
- Masken und hybride Puppen – Arbeit mit Verwandlung, Überlagerung und figürlichen Formen
- Dramaturgie mit Objekten – Geschichten und Ideen durch Objekte im Raum entwickeln und erzählen
- Das Objekt als Wesen – Wahrnehmung von Präsenz, Wirkung und Eigenleben im Spiel mit Dingen
- Emotion und Ausdruck im Objektspiel – Übertragung von Zuständen und Atmosphären auf Objekte
- Poetik des Objekts und visuelle Bildsprache – Entwicklung von Bildwelten und szenischem Ausdruck
- Beziehung zwischen Spieler*in und Objekt – Interaktion, Projektion und Dialog mit dem Material
- Kollektive und persönliche Bilderwelten – Arbeit mit inneren und geteilten Imaginationen
- Licht und Ästhetik – Gestaltung von Atmosphäre, Wahrnehmung und visueller Wirkung
- Magischer Realismus im Objekt-Theater – Übergänge zwischen Realität, Imagination und Bühnenwirklichkeit
Non-verbale Kommunikation über Stimme, Körper und Vibration bildet den Ausgangspunkt dieses Moduls. Klang wird hier als körperliches und räumliches Phänomen erfahrbar.
Das Modul umfasst unter anderem:
- Non-verbale Kommunikation in Theorie und Praxis – klanglicher Ausdruck jenseits von Sprache
- Klang, Bewegung und Vibration nach Jerzy Grotowski – Verbindung von körperlicher Aktion und Klang
- Die Stimme als Ganzkörper-Instrument, Körperbewegung als Klangquelle
- Physiologie von Atmung und Stimme – Zusammenhang von Atem, Körper und Klangentstehung
- Atmung als Grundlage von Klang und Präsenz
- Resonanzräume und Stimmfarben – Erkundung von Klangqualität, Schwingung und Variation der Stimme
- Kommunikation über Vibration und körperliche Übertragung – Wirkung von Klang im und durch den Körper
- Klanglandschaften und Atmosphären – Gestaltung von räumlichen Klang- und Stimmzuständen
- Einführung in das Theater der Sinne – Arbeit mit mehreren Sinnesebenen im performativen Raum
- Dramaturgie von Klang, Vibration und Bewegung – Entwicklung von Szenen ohne Worte
Sacred Theatre - Anthropologie und Ritual
Erkunde Theater in seinen rituellen Dimensionen – von schamanischen Praktiken und kulturellen Traditionen bis zu zeitgenössischer transformativer Performance-Kunst.
Inhalte sind unter anderem:
- Grundlagen der Theateranthropologie – Körper, Ritual und Performance im kulturellen und geschichtlichen Kontext
- Arbeit von Eugenio Barba und dem „Theatre Anthropology“-Ansatz – Prinzipien verkörperter Theatertraditionen
- Noh-Theater – Geschichte und körperliche Praxis
- Butoh – Philosophie und verkörperte Ausdrucksarbeit
- Bunraku – japanisches Objekt- und Maskentheater als performative Beziehung zwischen Figur und Körper
- Schamanische Performancepraktiken – Körper und symbolische Handlung
- „Teatro Pánico“ und Psychomagie nach Alejandro Jodorowsky – radikale, poetische und symbolische Interventionen
- Das Ritual in der darstellenden Kunst – die kreative Handlung als transformierender Akt
- Die poetische Handlung – Verdichtung von Körper, Bild und Bedeutung im Moment
- Surrealismus und unbewusste Bildwelten – Arbeit mit inneren Bildern und Imagination
- Kreation eines persönlichen Performance-Rituals
Zeitgenössisches Method Acting
Wie entsteht eine Figur jenseits von Oberfläche und Technik?
Was geschieht, wenn Rollenarbeit Körper, Text und inneres Erleben gleichermaßen einbezieht?
In diesem Modul erforschst du zeitgenössische Formen der Rollenarbeit im Spannungsfeld von Körpertheater und psychologischer Charakterentwicklung.
Das Modul beinhaltet:
- Systematische Textarbeit – Entwicklung von Zugängen zu Texten über Struktur, Bedeutung und subtextuelle Ebenen
- Feldforschung für Rollen – Beobachtung sozialer Kontexte und Übertragung in körperlich erlebbare Figuren
- Rollenkonstruktion und körperzentrierte Charakterarbeit – Entwicklung von Figuren über Haltung, Bewegung und physische Präsenz
- Biografische und psychologische Rollenarbeit – Erarbeitung innerer Motivationen und emotionaler Landschaften einer Rolle
- Arbeit mit Erinnerung im Körper der Figur – Integration von intellektuellen, emotionalen und körperlichen Erinnerungsräumen
- Emotionale und psychologische Entwicklung von Rollen – Aufbau und Transformation innerer Zustände im Spielprozess
- Rollenarbeit im transdisziplinären Physical Theatre – Verbindung von körperlichem Ausdruck, Szene und psychologischem Ansatz
- Stimme als Teil der Charakterentwicklung – Gestaltung von Klang, Ausdruck und Transformation der Figur
Body Art, Installation & Performance
Wie wird der Körper selbst zum Bild, zum Zeichen, zum Ereignis?
Und was entsteht, wenn Raum bewusst als Teil der künstlerischen Aussage eingesetzt wird?
In diesem Modul arbeiten wir mit Körper, Raum und Konzept als Ausgangspunkt für künstlerische Prozesse. Dabei bewegen wir uns zwischen konkreten und abstrakten Formen, zwischen Zeichenhaftigkeit und unmittelbarer Erfahrung.
Es entstehen Arbeiten, die nicht nur gezeigt, sondern erlebt werden.
Das Modul umfasst unter anderem:
- Konzeptarbeit – Entwicklung eigener künstlerischer Fragestellungen und Arbeitsansätze
- Ästhetik und Komposition – Zusammenspiel von Körper, Raum, Bild und Handlung
- Poetik und Semiotik – Arbeit mit Zeichen, Symbolen und Bedeutungsebenen im künstlerischen Prozess
- Die Konstruktion des Raums – Raum als aktives Element von Wahrnehmung und Gestaltung
- Body Art – der Körper als Material, Ausdruck und Bezugspunkt
- Installation – Entwicklung von räumlichen Situationen und begehbaren Arbeiten
- Poetische Handlung – der performative Akt als Verdichtung von Erfahrung
- Dramaturgie und Erzählformen – zwischen realistischen und abstrakten Strukturen
- Die Sprache der Metapher – Bilder als Träger von Bedeutung jenseits des Eindeutigen
- Kommunikation mit den Zuschauenden – Wahrnehmung, Beziehung und Aufmerksamkeit im Raum
- Der poetische Diskurs – Reflexion und Kontextualisierung der eigenen Arbeit
- Über Form und Konzept hinausgehen – Öffnung für das Unvorhersehbare im künstlerischen Prozess
Performance-Praxis Intensiv (2 Module)
Wie wird aus einem künstlerischen Konzept eine lebendige Performance? Und was braucht es, um als Performer*in eine Arbeit von der Vorbereitung bis zur Präsentation zu tragen?
In diesen Intensivmodulen steht die praktische Arbeit an einem konreten Projekt im Zentrum. Prozesse aus Planung, Probe und Umsetzung verbinden sich zu einer gemeinsamen künstlerischen Arbeit, die im Kontakt mit der Gruppe und dem eigenen Ausdruck entsteht.
Schwerpunkte sind unter anderem:
- Planung und Vorbereitung von Performance-Arbeiten – das Entwickeln und Verdichten einer künstlerischen Idee bis zur spielbaren Form
- Probenprozesse und Umsetzung künstlerischer Konzepte – vom Experimentieren im Raum bis zur konkreten Bühnenarbeit
- Integration der Techniken und Methoden aus den vorherigen Modulen – körperliche, performative und konzeptuelle Werkzeuge im Zusammenspiel
- Arbeiten in der Gruppe – Zusammenspiel im gemeinsamen künstlerischen Prozess
- Entwicklung eigener Ausdrucksformen und performativer Rollen – das Finden und Schärfen individueller Bühnenpräsenz
Transdisziplinäres Physical Theatre - Grotowski, Brook & mehr
Wie entsteht Präsenz auf der Bühne? Und was geschieht, wenn der Körper selbst zum Ausgangspunkt von Theater wird?
In diesem Modul erkunden wir die Grundlagen des transdisziplinären Physical Theatre – inspiriert von zentralen Arbeitsweisen aus dem Theater von Jerzy Grotowski und Peter Brook. Bewegung, verkörperte Wahrnehmung und kreatives Spiel öffnen dabei einen lebendigen Raum für Ausdruck, Begegnung und Performance.
Das Modul umfasst unter anderem:
- Physisches Training – Erforschung von Bewegungsqualitäten, Impulsen und körperlicher Ausdruckskraft
- Der „leere Raum“ nach Peter Brook – Theater als lebendige Begegnung von Performer, Raum und Zuschauer; Gestaltung von Präsenz in Raum und Zeit
- Psychophysisches Training und Theaterphilosophie nach Jerzy Grotowski – der Körper als Zugang zum inneren Impuls; Arbeit an Präsenz, Authentizität und „organischem“ Ausdruck
- Das Spiel als kreativer Zustand – Zugang zu Spontaneität, Präsenz und lebendiger Bühnenenergie
- Nonverbale Kommunikation – Ausdruck und Beziehung jenseits von Sprache
- Improvisation in Kontakt – physischer Dialog im Einklang von Körper, Bewegung und Aufmerksamkeit
- Arbeit mit authentischen Emotionen – Grundlagen und Training für eine wahrhaftige Präsenz auf der Bühne
The Poetry of Silence
Was passiert, wenn Stille selbst zum kreativen Instrument wird?
In diesem Modul tauchst du ein in die subtilen Dimensionen von Energie, Präsenz und verkörperter Wahrnehmung – und erforschst die Kraft dieser Daseinsqualitäten als Quelle schöpferischen Handelns.
Das Modul umfasst unter anderem:
- Energiearbeit und Wahrnehmung subtiler Zustände – Sensibilisierung für Energie, Aufmerksamkeit und innere Präsenz
- Bewegung und Meditation – Meditation in Bewegung und das Erforschen von Flow-Zuständen
- Stille in Bewegung – der Körper als Träger von Präsenz jenseits von Aktion und Ausdruck
- Die Stille im Herzen des Chaos – Zugang zu innerer Ruhe auch in intensiven kreativen Prozessen
- Emotionale und kreative Zustände im „leeren Raum“ – Arbeit mit Präsenz, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung im Sinne von Peter Brook
- Der Beobachter und der Künstler / die Beobachterin und die Künstlerin – Bewusstsein für den inneren Beobachter im kreativen Prozess
- Stille und Leere – unterschiedliche Qualitäten von Präsenz
- Echt sein: Spielen ohne Vorzuspielen – authentische Präsenz auf der Bühne
- Kommunikation und Komposition im Raum – Gestaltung von Beziehungen zwischen Performer, Raum und Handlung
Künstlerische Arbeit mit echten Emotionen (zwei Module)
In diesen Modulen entdeckt ihr, wie Körper, Gedächtnis und kreativer Ausdruck zusammenwirken, um authentische, lebendige Performance zu ermöglichen.
Samuel erforscht diesen Bereich seit über 30 Jahren und hat eigene Techniken entwickelt, um Emotionen als kraftvolles Werkzeug auf der Bühne nutzbar zu machen.
Die Module umfassen unter anderem:
- Physiologie der Emotionen – wie Körper, Nervensystem, Hormone und Wahrnehmung zusammenwirken, um emotionale Zustände zu erzeugen; theoretische Grundlage für die Arbeit auf der Bühne
- Klassische Schauspieltechnik nach Konstantin Stanislavski – Arbeit mit innerem Impuls, emotionaler Authentizität und körperlicher Präsenz auf der Bühne
- Basis- und komplexe Emotionen in Theorie und Praxis – erkennen, unterscheiden und gezielt einsetzen, um Ausdruck und Spiel zu vertiefen
- Emotionale Zustände im Theater – Ansätze von Antonin Artaud; emotionale Induktion
- Dramaturgie der Emotionen – Szenen bewusst komponieren und gestalten, um emotionale Wirkung und Ausdruckskraft gezielt zu steuern
- Neue Techniken und Werkzeuge – Spiegeltechnik, Body Telling, Gegensätze & Gegenüberstellung, Emotional Grounding; Arbeit im Flow-Zustand
- Feinheit im Ausdruck – Mikroausdrücke, Minimalismus; Spielen in emotionaler Neutralität
- Stille und Leere – Erforschung von Zustand der Stille vs. Zustand der Leere; Stille als sichere Basis, Leere als Transgression aller Emotionen
- Authentisches Spiel – Spielen ohne Vorzuspielen, Integration von Körper, Geist und Emotion
The Poetry of Movement
Erkunde die expressive und symbolische Dimension von Bewegung – wo Körper, Raum und Vorstellungskraft aufeinandertreffen:
- Impulse, Qualitäten, Gewicht und Kontrapositionen in der Bewegung
- Butoh: Durchlässigkeit, Gegensätze und poetische Ausdruckskraft
- Kontinuierliche Bewegung und Flow
- Zeichen, Symbole und semiotische Dimensionen der Bewegung
- Dramaturgie durch Bewegung
- Ausdruck und Bewegung im Zustand der Stille
- Komposition von Bewegung in Raum und Zeit
- Übersetzung von Text, Ideen und Emotionen in physische Form
- Interconnectivity: individuelle und kollektive Resonanz von Bewegung
- Physische Handlungen nach Grotowski
- Licht und Schatten: poetische Elemente im Butoh
Poetisches Objekt-Theater
Entdecke die Kunst des Geschichtenerzählens durch Objekte – wo Alltägliches zur Poesie wird. Erkunde:
- Geschichte und Formen des Objekt-Theaters
- Spiel mit Objekten: Improvisation und Choreografie
- Arbeit mit Masken und hybriden Puppen
- Dramaturgie: Geschichten durch Objekte erzählen
- Objekte in Raum und Zeit
- Das Objekt als Wesen: Sein oder Nicht-Sein?
- Emotionaler Ausdruck von Objekten
- Vermittlung von Ideen durch Puppen und Objekte
- Poetik des Objekts und visuelle Bildsprache
- Beziehung zwischen Künstler*in und Objekt
- Nutzung kollektiver und persönlicher Bilderwelten
- Ästhetik und Lichtgestaltung: Magie erschaffen
- Magischer Realismus im Objekt-Theater
- Entwicklung einer poetischen Bildsprache
Physical Sound
Erforsche die Kraft non-verbaler Kommunikation – Stimme, Körper und Vibration als Mittel tiefgreifender Kommunikation.
- Non-verbale Kommunikation in Theorie und Praxis
- Klang, Bewegung und Vibration nach Jerzy Grotowski
- Die Stimme als Ganzkörper-Instrument
- Physiologie und Rolle von Atmung und Stimme
- Atmung: Grundlage für Klang und Präsenz
- Resonanzräume und Stimmfarben entdecken
- Kommunikation auf tiefen Ebenen durch Vibration
- Ausdruck von Intention und Emotion in Stimme und Körper
- Atem als stiller Klang
- Körperbewegung als Klangquelle
- Klanglandschaften und Atmosphären gestalten
- Einführung ins Theater der Sinne
Dramaturgie von Klang, Vibration und Bewegung: Geschichten ohne Worte erzählen
Anthropologie und Sacred Theatre
Erkunde die Wurzeln und rituellen Dimensionen des Theaters – alte Praktiken, kulturelle Traditionen und transformative Performance:
- Grundlagen der Theateranthropologie
- Die Arbeit von Eugenio Barba
- Geschichte des Welt-Theaters
- Noh-Theater: Geschichte und Praxis
- Butoh: Philosophie und Praxis
- Bunraku: Japanisches Objekt- und Maskentheater
- Theater als Ritual
- Schamanismus
- „Teatro Pánico“ und Psychomagie nach Alejandro Jodorowsky
- Das Ritual in der darstellenden Kunst
- Die poetische Handlung
- Surrealismus und die unbewusste Bildwelt
- Kreation eines künstlerischen Performance-Rituals
Zeitgenössisches Method Acting
Vertiefe dein Schauspiel – in Verbindung von Text, Körper und psychologischer Rollenarbeit:
- Systematische Textanalyse in vier Dimensionen
- Feldforschung: Rollen- und Sozialstudien
- Rollenkonstruktion und körperzentrierte Charakterisierung
- Biografische und psychologische Rollenarbeit
- Kreation der intellektuellen, emotionalen und körperlichen Erinnerung des Charakters
- Psychologische und emotionale Entwicklung der Rolle
- Spezifika der Rollenarbeit im transdisziplinären Physical Theatre
- Charakterisierung und Transformation der Stimme
Body Art, Installation, Performance
Körper, Raum und Konzept bilden die Basis für poetische Handlung und Ausdruckskraft. Erkunde:
- Konzeptarbeit
- Ästhetik
- Poetik und Semiotik (Lehre von Zeichen und Symbolen)
- Die Konstruktion des Raums
- Komposition von Bild und Handlung
- Der poetische Diskurs
- Poetische Handlung, poetischer Akt
- Realistische und abstrakte Erzählstrukturen
- Dramaturgie-Stile
- Systeme für die Kommunikation mit den Zuschauenden
- Die Sprache der Metapher
- Die dramatische Rechtfertigung
- Body Art
- Installation
- Über Form und Konzept hinausgehen
Performance-Module
(einmal jährlich)
Praxisnahes Arbeiten als Performer*in – von der Vorbereitung bis zur Präsentation:
- Planung und Vorbereitung der Performance
- Proben und Umsetzung künstlerischer Konzepte
- Integration der Techniken und Methoden aus vorherigen Modulen
- Zusammenarbeit in der Gruppe
- Entwicklung eigener Ausdrucksformen und Rollen
- Abschlusspräsentation vor Publikum
Die Module bilden die unterschiedlichen Arbeits- und Lernfelder der Ausbildung:
- Transdisziplinäres Physical Theatre - Grotowski, Brook & mehr
- Künstlerische Arbeit mit echten Emotionen (zwei Module)
- The Poetry of Silence
- The Poetry of Movement
- Interdisziplinäres Objekt-Theater
- Physical Sound
- Anthropologie & Sacred Theatre
- Zeitgenössisches Method Acting
- Body Art, Installation & Performance
- Performance-Praxis Intensiv (zwei Module)
Ausführliche Beschreibungen der Module findest du weiter unten.
- Menschen, die eine solide und anpassungsfähige Basis für ihre künstlerische Ausbildung suchen
- Menschen, die ihr Physical Theatre-Studium individuell und flexibel gestalten möchten
- Schulisch ausgebildete und autodidaktische Künstler*innen aller Bereiche, die sich weiterbilden möchten, etwa in Hinsicht auf körperliche Präsenz, Emotionsarbeit sowie kreative Prozesse und Werkzeuge
- Menschen, die Physical Theatre nach der transdisziplinären Methode von Samuel Núñez unterrichten möchten
- Professionelle der Tanz- und Theaterpädagogik, die eine Weiterbildung suchen bzw. ihren Horizont und ihr Angebot erweitern möchten
- Therapeut*innen, die sich für Körper- und Emotionsarbeit interessieren bzw. künstlerische Aspekte in ihre Arbeit integrieren möchten
- Laien-Künstler*innen aller Sparten, die ihr Können systematisch vertiefen möchten
- Alle Menschen, die sich mit dem eigenen Körper, ihren Emotionen und der ihnen innewohnenden Kreativität tiefer verbinden möchten und Lust auf einen bereichernden persönlichen Prozess haben
- Menschen, die eine körperbasierte künstlerische Praxis entwickeln oder vertiefen möchten – unabhängig davon, ob sie am Anfang stehen oder bereits Erfahrung mitbringen.
- Menschen, die ihren künstlerischen Weg eigenständig gestalten möchten und dafür eine klare, zugleich offene Grundlage suchen.
- Theaterpädagog*innen, Coaches und Therapeuti*nnen, die neue Ansätze in ihre Arbeit integrieren möchten.
- Menschen, die Physical Theatre auf Grundlage dieser Arbeit selbst weitergeben und unterrichten möchten.
- Und an alle, die sich mit ihrem Körper, ihren Emotionen und ihrer eigenen Kreativität tiefer verbinden möchten – und offen sind für einen intensiven, künstlerischen Prozess.
Diese berufsbegleitende Physical Theatre-Ausbildung vereint künstlerische Praxis, pädagogische Kompetenz und persönliche Entwicklung zu einem integralen Lernfeld. Neben der Gruppe in Köln startet im Herbst 2026 ein neuer Kurs in Berlin.
Die Ausbildung ermöglicht ein umfassendes Studium des Physical Theatre nach der transdisziplinären Methode, die Samuel Núñez in mittlerweile dreißigjähriger Forschungsarbeit entwickelt hat. Sie setzt einen klaren Fokus auf die Kernbereiche des transdisziplinär und anthropologisch ausgerichteten Physical Theatre. Über den gesamten Zeitraum hinweg liegen wichtige Schwerpunkte auf einer starken Verbindung mit der eigenen kreativen Quelle, einem tiefen Verständnis künstlerischer Schaffensprozesse und der praktischen Kenntnis von Werkzeugen, die für künstlerisches Arbeiten von zentraler Bedeutung sind.
Durch diese Konzentration auf die Kernbereiche ist es erfahrungsgemäß gut möglich, sich auch mit einem geringeren Zeitaufwand als bei einem Physical Theatre-Studium in Vollzeit als Kunstschaffende auf professionellem Niveau auszubilden. Entsprechend den persönlichen Interessen und Talenten können die eigenen Kompetenzen auf Gebiete wie Akrobatik, Bühnenkampf, Tanzformen, Clownerie, Pantomime, Gesang und vieles andere in "eigener Regie" erweitert werden. Andererseits können Menschen mit Vorkenntnissen diese im Kurs anwenden und so Bekanntem in einem neuen Kontext und einer neuen Tiefe begegnen.
Intensivkurs Emotion - Basics & Advanced
Schauspielkurs im Sommer 2026 in Berlin
Dieser Intensivkurs widmet sich ganz Samuels Spezialgebiet: der künstlerischen Arbeit mit echten Emotionen. Wir tauchen tief in dieses Thema ein, mit einem Schwerpunkt auf fortgeschrittenen Arbeiten am authentischen Ausdruck - und einen präzisen und sicheren Umgang mit den Emotionen.
Nach einer theoretischen und praktischen Einführung in die Physiologie der Emotionen und klassische Emotionsarbeit liegt der Fokus insbesondere auf Methoden, die Samuel im Laufe seiner Forschung und jahrzehntelangen Erfahrung in der Ausbildung von Künstler*innen selbst entwickelt hat. Im Sinne des transdisziplinären Physical Theaters steht bei ihnen der Körper im Zentrum des emotionalen Ausdrucks. Denn wenn Emotionen körperlich erlebt werden, entsteht direkte emotionale Kommunikation – sowohl zwischen den Kunstschaffenden als auch mit dem Publikum. Und der mentale Raum bleibt weitgehend frei - für Präsenz, Intuition und Spiel.
Das Format dieses Kurses erlaubt ein schrittweises Integrieren der Techniken und ein Vertiefen der Praxis. Darüber hinaus ermöglicht er auch fortgeschrittenes Arbeiten, etwa mit komplexen Emotionen und psychischen Zuständen, gezielte Komposition einer "emotionalen Dramaturgie" innerhalb einer Szene und detaillierte Arbeit mit einem Text.
Die Techniken sind vielseitig anwendbar: in Tanz, Theater und Performance wie vor der Kamera. Sie ermöglichen eine klare, tief gehende und fein differenzierte Komposition des emotionalen Ausdrucks.
Themen
- Physiologie der Emotionen, Grundemotionen in Theorie und Praxis
- Aufwärmen und Bewegungstraining zur Stärkung der Verbindung mit dem eigenen Körper.
- Übungen zum Lösen von Blockaden und mentalen Zuständen, die die kreative Arbeit behindern - z.B. im Hinblick auf emotionalen Kontakt, Sich-Zeigen oder eine sehr kopflastige Herangehensweisen an Kreativität und Ausdruck.
- Klassische Schauspieltechnik nach Stanislavski
- Neue Techniken: Emotionale Induktion, Spiegeltechnik, Body Telling, Emotional Breathing, Emotionsarbeit im Flow-Zustand, Emotional Grounding.
- Mikroausdrücke und Minimalismus: die Kunst, Emotionen auf subtile Weise zu kommunizieren.
- Emotionen in Bewegung und Kommunikation
- Fortgeschrittenes Arbeiten: Komplexe Emotionen und emotionale Zustände
- Textarbeit & Emotionale Dramaturgie - bewusstes Komponieren mit Emotionen
- Anwendung des Gelernten anhand eines Monologes
- Der Zustand der Stille als sichere Basis in der Emotionsarbeit